Gummi arabicum – der natürliche Ballaststoff

Einfachste präbiotische Ballaststoffanreicherung für Ihr Produkt

Ballaststoffanreicherung – nur ein weiterer Trend oder der Schlüssel zu einer gesünderen Ernährung?

Die Zunahme des Konsums von hochverarbeiteten Lebensmitteln und Fertiggerichten führt zu einer geringeren Ballaststoffaufnahme. Zudem ist der Anteil von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse in der heutigen Ernährung meist zu gering. Deshalb wird die empfohlene Aufnahmemenge von 30–50 g Balastoffe pro Tag von vielen Menschen nicht erreicht. Eine Anreicherung von Lebensmitteln mit Ballaststoffen ist aus diesem Grund eindeutig als sinnvoll anzusehen, auch weil gleichzeitig der Nährwert des Produkts sinken kann. Es ist wissenschaftlich Konsens, dass sich eine ballaststoffreiche Ernährung positiv auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Wie weitreichend diese Auswirkungen sind, ist derzeit Schwerpunkt zahlreicher Studien. Das stark wachsende Interesse der Forschung lässt auf die enorme Bedeutung und das große Potenzial von Ballaststoffanreicherung schließen. Gegenstand derzeitiger Untersuchungen sind positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel oder die mögliche Auswirkung der Mikroflora des Verdauungssystems auf die mentale Gesundheit. Solche komplexen Wirkzusammenhänge im menschlichen Körper nachzuweisen, ist jedoch äußerst schwierig und sehr aufwendig. Was ist das „Lieblingsgericht” der Millionen von Kleinstlebewesen im Verdauungstrakt? Wie genau beeinflussen die einzelnen Ballaststoffe die Population und Vielfalt des Mikrobioms? Welchen positiven Einfluss haben die Abbauprodukte? Dies sind nur einige der Fragestellungen. Fest steht: Die Bedeutung des menschlichen Verdauungstraktes für unsere Gesundheit ist enorm. Er ist viel mehr als nur ein Energielieferant.

Was bedeutet präbiotisch?

„Ein Nährstoff, der erst von der Mikroflora unseres Darms teilweise zersetzt wird”, wäre eine mögliche Definition von Ballaststoffen. Die meisten anderen Nährstoffe werden bereits früher, beispielsweise im Magen, abgebaut. Die Milliarden von Mikroorganismen werden also mit Ballaststoffen „gefüttert” und dadurch vielfältiger und zahlreicher. Dieser Vorgang wird als präbiotisch bezeichnet. Die Abbauprodukte, darunter kurzkettige Fettsäuren, sollen für zahlreiche positive Effekte auf unsere Gesundheit verantwortlich sein. 

Warum Akazienfaser?

Für eine Ballaststoffanreicherung gibt es verschiedene Optionen. Warum Gummi arabicum unserer Meinung nach die beste Möglichkeit ist, lässt sich leicht beantworten. Es ist ein natürliches Produkt. Es wurde lediglich aufgereinigt, um es sicher in Lebensmitteln einsetzen zu können, ohne dass seine Struktur chemisch verändert wurde, wie es beispielsweise bei vielen Stärkederivaten der Fall ist. Es ist ein wirklich nachhaltiges Produkt. Meist aus Wildsammlung stammend, bietet es der Bevölkerung der Sahelstaaten ein zusätzliches Einkommen. Dadurch wird indirekt die Bäume der so wichtigen Savannenlandschaft erhalten und der Verwüstung etwas entgegengesetzt. Das bedeutet auch: Es gibt keine CO₂-intensiven Monokulturen, keine Gefahr durch GVO, keine Pestizide und keinen Düngerverbrauch. Die Nutzung der natürlich vorkommenden Akazienbäume belastet das lokale Ökosystem in keiner Weise. Ganz im Gegenteil, die Gummigewinnung trägt zu dessen Erhalt bei. Im Vergleich zu anderen Ballaststoffen ist Akaziengummi zudem deutlich besser verträglich. Es ist präbiotisch, wird aber nur sehr langsam im Dickdarm abgebaut und bewirkt somit deutlich weniger unerwünschte Nebeneffekte. Aufgrund seines niedrigen Nährwerts kann es energiereiche Kohlenhydrate oder Fette teilweise ersetzen und so den Kaloriengehalt Ihres Produkts senken. Aufgrund seiner Multifunktionalität kann es gleichzeitig stabilisieren und Textur sowie Mundgefühl positiv beeinflussen. Der wettbewerbsfähige Preis und die einfache Handhabung des leichtlöslichen Pulvers sprechen ebenso für Gummi arabicum. Es ist komplett wasserlöslich, hat eine niedrige Viskosität und ist deshalb selbst in größeren Mengen unkompliziert in vielen Lebensmitteln einsetzbar. Es ist geruchs- und geschmackslos, gut verträglich mit anderen Inhaltsstoffen wie Milchproteinen und stabil in einem hohen pH- und Temperaturbereich.

Ein einzigartiger, multifunktionaler Ballaststoff – kurz und bündig:

  • mindestens 85 % präbiotischer, wasserlöslicher Ballaststoff (auf Trockenmasse, AOAC)
  • natürlich und nachhaltig gewonnen
  • hohe Toleranz, wenige Nebenwirkungen
  • keine maximale tägliche Aufnahmemenge festgelegt
  • GVO-frei, keine Allergene, stärke- und glutenfrei, vegan, koscher, halal
  • optimaler Austauschstoff für Fette und Kohlenhydrate mit geringem Nährwert
  • Leicht zu dosieren und schnell löslich, auch in kalten und konzentrierten Lösungen.
  • geringe Viskosität, hohe pH- und Temperaturstabilität
  • neutraler Geruch und Geschmack, hohe Kompatibilität
  • Multifunktionalität: Stabilisierung und Verbesserung des Mundgefühls

Ernte und Verarbeitung

Es handelt sich um ein vorwiegend durch Wildsammlung gewonnenes, nachhaltiges Naturprodukt. Im Anschluss findet eine schonende Aufreinigung in unserer speziell für Gummi arabicum konzipierten Sprühtrocknungsanlage unter Einhaltung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards statt. Diese beinhalten ein implementiertes HACCP-Konzept, das nach dem GFSI-Standard FSSC 22000 zertifiziert ist.

Zusammensetzung des Pflanzenstoffes

Das natürliche Exsudat der Senegal- und Seyalakazie besteht hauptsächlich aus dem wasserlöslichen Nichtstärke-Kohlenhydrat Arabinogalactan. Dieses hochverzweigte Polysaccharidgerüst ist nur teilweise verdaulich, hat einen geringen Energiegehalt und weist präbiotische Eigenschaften auf.

Legislative Aspekte

  • Erfüllt Reinheitskriterien gemäß E414 und FCC
  • Etikettierung als Akaziengummi oder Akazienfaser
  • Clean-Label-Produkt: diverse „Frei von“-Auslobungen möglich
  • Biozertifizierte Ware verfügbar
  • Absolut unbedenklich: kein ADI, GRAS
  • Geringer Nährwert von 2 kcal/g
  • Ermöglicht Ballaststoff-Claims entsprechend der EU-Gesetzgebung:
    •  min. 3 g Ballaststoffe/100 g – „Eine Ballaststoffquelle“
    • min. 6 g Ballaststoffe/100 g – „Reich an Ballaststoffen“